Kindorientierte Offene Pädagogik

Durch die Arbeit mit der offenen Pädagogik, wird ermöglicht den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Ich kann nicht gebildet werden, bilden kann ich mich nur selbst

Kinder bilden sich in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt. Aus diesem Grund ist die räumliche Umgebung, in der sie sich befinden ein wichtiger Bildungseinfluss. Die barrierefreien Räumlichkeiten sind für alle Kinder gut zugänglich, sodass sie sich so selbstständig wie möglich im Gebäude und im Außengelände bewegen können. Dazu gehören auch Rückzugsmöglichkeiten in ruhigere und kleinere Nebenräume.

Die offene pädagogische Arbeit, beruht auch auf den drei Grundpfeilern Beziehung, Individualisierung und Partizipation.

Partizipation

Partizipation lässt sich mit den Worten: Mitwirkung und Mitbestimmung übersetzen. Konkret für uns, bedeutet Partizipation, dass die Kinder Mitbestimmungsrechte haben.

Kinder haben Rechte

Beispielsweise dürfen die Kinder morgens entscheiden, ob sie frühstücken wollen oder zunächst ins freie Spiel gehen. Der Morgenkreis wird ebenfalls gemeinschaftlich gestaltet, indem sie Lieder und Spiele aussuchen dürfen. Partizipation bedeutet nicht nur Mitwirkung, sondern auch Verantwortung. So werden den Kindern Entwicklungsbezogen Aufgaben zugeteilt, wie den Tisch zu decken oder die Blumen zu gießen. In dem Zusammenhang werden ebenfalls mit den Kindern Regeln erarbeitet und die dazugehörigen Konsequenzen. Im Zusammenhang der Partizipation werden regelmäßig Kinderkonferenzen mit allen Kindern gehalten. Diese finden jeden Dienstag in den jeweiligen Bereichen statt. Hier haben die Kinder die Möglichkeit ihre Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen zu äußern. Sie werden ermutigt gemeinsame Strategien zu entwickeln, Regeln werden verabredet und nach Konfliktlösungen gesucht. Solch eine demokratische Mitwirkung verdeutlicht den Kindern, dass zwar Individuelle Bedürfnisse und Wünsche gehört werden, aber es darauf ankommt ein gemeinsames Ziel für die ganze Gruppe zu erreichen. Die Ergebnisse der Kinderkonferenzen werden im Flur transparent gemacht. So haben auch Eltern Einblicke in unsere Arbeit und die Kinder erleben sich als Demokraten und Demokratinnen.

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich, ich kann und will es allein tun. (Maria Montessori)

Offene Pädagogik bedeutet auch, dass die Kinder Anleitungen, Begleitungen, Unterstützungen und Hilfestellungen nur in dem Maße erhalten, wie dies notwendig für ihre Weiterentwicklung ist.

Beziehung durch die offene Pädagogik

Die offene Arbeit inkludiert auch die Beziehungsarbeit mit den Familien der Kinder. Zwischen dem Kindergartenpersonal und den Familien unserer Kinder soll während der Kindergartenzeit eine stabile und positive Beziehung entstehen, die geprägt von Verlässlichkeit, Einfühlungsvermögen und emotionaler Verfügbarkeit ist.